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Home - Eine Hymne für den Planeten Erde

HOME ist eine Ode an die Schönheit der Erde. Yann Arthus-Bertrand nimmt uns mit auf eine einzigartige Reise rund um den Planeten. Aufgenommen von Oben zeigen uns atemberaubende Bilder die Erde wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben, in Perspektiven welche die Fähigkeit besitzen unsere Weltsicht zu verändern.

Der Film verweist darüber hinaus auf ökologische Probleme. Er zeigt auf, dass nichts für sich alleine besteht und alles miteinander verbunden ist.

->  http://www.youtube.com/homeproject


Das Verhältnis von Sprache und Objekten

Der Mensch lebt in einer zweigeteilten Welt. Es sind zum einen die Strukturen der Mensch-Umwelt-Beziehung durch Tätigkeit, durch Handlungen die tatsächlich ausgeführt werden. Die Fähigkeit zu handeln und die gegenständliche Welt zu handhaben ist ein ständiger Bestandteil des menschlichen Lebens. Das Kleinkind lernt zunächst greifen, werfen, dann laufen,… und später wird es vielleicht tanzen und Sport treiben. Das alles führt zu operationeller Intelligenz, zum begreifen der Wirklichkeit. Fertigkeiten bzw. körperlichen Handlungsweisen werden an Gegenständen selbst und nicht durch zeichengebundnen Wissensvermittlung erlernt.

Zum anderen bedient der Mensch sich der Sprache in dem er die Welt auf sich bezieht und lernt sie zu benennen. Sie ermöglicht es über Objekte zu reden die nicht real vorhanden sind und erlaubt einen Zugriff auf die Welt ohne das gehandelt werden braucht. Eine potentielle Handlung kann im Geiste zunächst vorweggenommen und analysiert werden und ist dadurch besser zu kontrollieren.
Die Menschen können mit Hilfe der Sprache ihr Erleben zuordnen, mitteilen und wechselseitig beeinflussen. Vorstellungen selbst sind jedoch etwas anderes, etwas bereits zuvor existierendes. Das Denken selbst funktioniert unabhängig von Sprache. „Sprache wurde niemals von jemanden erfunden, nur um damit eine äußere Welt zu internalisieren. Deshalb kann sie nicht als Mittel verwendet werden, mit dem sich eine solche Welt offenbar machen lässt. Es ist vielmehr so, dass der Akt des Erkennens in der Koordination des Verhaltens, welche die Sprache konstituiert, eine Welt durch das In-der-Sprache-Sein hervorbringt.“[1]

Die Sprache, und das ist entscheidend, ist immer ein sich auf Verhalten beziehendes Erkennen. Sie ist immer an operationelle Pläne gekoppelt. Beim Sprechen werden Strukturen, also Beziehung des vertrauten Gebrauchs, welche die Menschen zu den Objekten haben artikuliert. So ist das Wort „Abfall“ beispielsweise nichts anderes als ein Hinweis auf ein Beziehungsgefüge. Mit der Sprache wird die Beziehung artikuliert die für eine Person gerade wichtig ist. „Abfall“ (wegschmeißen) ist ein anderes Bezugssystem als „Kunst“ (reflektieren). Beide Bezugssysteme können sich je nach Handlungsentwurf auf ein und den selben Gegenstand beziehen und so kann es beispielsweise dazu kommen, dass ein Kunstgegenstand innerhalb einer Ausstellung von der zuständigen Putzfrau als Müll verstanden und weggeworfen wird.

Durch die Sprache kann die Welt erfasst und wiedergegeben, bzw. die Bedeutung der Gegenstände (für den Menschen) erschlossen werden, wobei die Sprache durch die gegenständliche Welt mitbestimmt wird. Sprache und Gegenstände stehen in wechselseitiger Beziehung zueinander.
„Unsere Natur bringt es so mit sich, dass die Anschauung niemals anders als sinnlich sein kann (…) Dagegen ist das Vermögen, den Gegenstand sinnlicher Anschauung zu denken, der Verstand. Keine dieser Eigenschaften ist der anderen vorzuziehen. Ohne Sinnlichkeit würde uns kein Gegenstand gegeben, und ohne Verstand keiner gedacht werden. Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.”[2]


[1] Maturana, Humberto R./ Varela Francisco J.; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens. Bern/München, 1987. S. 253f

[2] Kant, Immanuel; Kritik der reinen Vernunft, Band III, Frankfurt a.M., 1974, B75,76, A51,52


Zitat. Zitat!

It’s all just a little bit of history repeating

Propellerheads


Seth Godin on the tribes we lead

TEDTalks: Seth Godin spricht über  “Tribes”  = Stämme, Interessens- bzw. Glaubensgemeinschaften im weiteren Sinn, und deren wiederkehrende Bedeutung in der heutigen, vernetzten Welt.

Tell a story. Connect a tribe. Lead a movement. Make a change. Seth Godin


Hans Rosling über die Schweinegrippe

… den Medien-Hype und ein Nachrichten / Tod Verhältnis von 8176 zu 1

Video: www.youtube.com

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Web Trend Map V3 / V4 Final Beta

web map 2007

Nach dem  Web Trend Map 2007 Version 2.0 von Information Architects Japan ist hier das Update 08.  Das WEB TREND MAP4 FINAL BETA kann man sich bereits bei Flickr ansehen. Gezeigt werden die 333 einflussreichsten Websites u. die 111 wichtigsten Trendsetter nach Vorbild des Tokioter U-Bahn Plans.

>>> Clickable Startpage with daily updated iA surf tips


The Story of Stuff

The Story of Stuff. Eine 20minütige Dokumentation der amerikanischen Aktivistin Annie Leonard über die Geschichte der Dinge -> meistens keinem Produktionskreislauf, sondern viel mehr einem lineareren Prozess, beginnend beim Anbau und der Produktion der Rohstoffe, über die Herstellung, dem Marketing und Vertrieb führt uns die Geschichte zu unseren eigenen Konsumgewohnheiten, zum Wegwerf-Design, manchmal zum Gebrauch und so gut wie immer zur Entsorgung der Dinge.

Wer mag kann sich hier The Story of Stuff dank Utopia mit deutsch eingesprochener Stimme ansehen.


Paul Bennett: Design is in the details

TEDTalks: Der britische Designer Paul Bennett spricht über kleine, leise und unprätentiöse Lösungen… sehenswert

Video: www.youtube.com


Objektdeutung: praxisbezogen und mehrdeutig

Die Beziehung zwischen einem Gegenstand und seiner kulturellen Bedeutung ist keinesfalls so vereinfacht vorgegeben wie es innerhalb von Wörtern, deren Bedeutungen gegebenenfalls in einem Lexikon nachgeschlagen werden können, der Fall ist. Auf Grund seiner Materialität kann ein Gegenstand eine Vielzahl von Ideen gleichzeitig verkörpern.
Das sich die Gegenstände im Gegensatz zur Sprache unmittelbar an die Sinne wenden bzw. begreifbar sind, sind sie geeignet Dinge auszudrücken, die sich sprachlichen Projektionen weitgehend widersetzten. Es ist offensichtlich, dass „die Mannigfaltigkeit der optischen Zeichen so groß ist, dass uns die Vielfalt und Komplexität der Nachrichten, die sie uns vermitteln, nicht zu überraschen braucht. Die elementaren Zeichen der Sprache sind nur 26 Buchstaben. Wenn wir aus diesen 26 Buchstaben die gesamte Literatur und Wissenschaft herausholen können, dann können wir sicher sein, dass die 250 000 Fasern unseres Sehnervs ein noch reicheres und feiner abgestuftes Wissen vermitteln.“[1]

Die Bedeutung die ein real existierender Gegenstand von einer Person erhält ändert sich und ist je nach Gestalt des Gegenstands und je nach Situation immer wieder neu zu bestimmen. Eine Flasche Wasser in einer Wüste hat beispielsweise eine andere Bedeutung als eine Flasche Wasser in einer Cocktailbar. Wesentlich für die Unterscheidung von Objekt- und Sprachzeichen ist „die Beobachtung, dass Bedeutungen von Objekten in ganz anderer Weise vom durch das Handeln erzeugten Kontext abhängig sind, als dies etwa bei der Sprache der Fall ist. Objektbedeutungen können verschwinden, plötzlich neu entstehen oder in bestimmten Situationen umdefiniert werden. Das “Handeln-mit-einem-Ding” und die “Bedeutungen-von-einem-Ding” sind keine voneinander trennbaren Bereiche, sondern müssen zusammen gesehen werden. Dies ist nur möglich durch eine ausreichende Reflexion über die mit dem Gegenstand verbundene Praxis. Praktiken entscheiden über den Kontext. Allein das Handeln des Menschen öffnet die Chance, in den Dingen die jeweils relevante Bedeutung wahrzunehmen.”[2]

Die Bedeutung der Objekte ergibt sich demnach wesentlich aus ihrer Bedeutung im Alltag, daher aus ihrer gewohnheitsmäßigen und auch spezifischen Behandlung, aus den Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Wirkungszusammenhängen die er impliziert. Eine Vorstellung von einem Gegenstand zu haben bedeutet immer auch, sich seiner möglichen sinnlichen Wirkungen bewusst zu sein.


 

[1] Ogden, Charles Kay und Richards, Yvory Armstrong; Zeichen in der Wahrnehmung   http://www.mauthner-gesellschaft.de/mauthner/hist/rich3.html

[2] Hahn, Hans Peter; Dinge als Zeichen – eine unscharfe Beziehung    http://www.materielle-kultur.de/mkzeig.pdf 


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